Aufstellungen

Bei christozentrischen Aufstellungsseminaren kommt es dazu, dass einzelne aus ihrer defizitären Situation zu einem ressourcenorientierten Leben zurückfinden und neu zu Stande kommen, so dass sie selbständig weitergehen können. Auch für Organisationen, Gemeinden, Gruppen und Familien kann durch Aufstellungsarbeit eine neue Lebensphase beginnen. Talente und Charismen ermöglichen einen Herrschaftswechsel, sodass Systeme sich verändern können. Transformation glückt, sobald aus dem Geist des Evangeliums alternative Perspektiven entstehen. Dadurch werden konkrete Lösungswege sichtbar und gangbar. Der Heilige Geist ist eine Wirklichkeit, die nicht nur Himmel zu Hause ist, sondern auf Erden konkret erfahrbar ist. Das Konzil von Konstantinopel II hat im Jahre 381 diesbezüglich klargestellt: der Heilige Geist ist nicht nur homoousios, das heisst Gott wesensgleich, sondern ist pfingstlich auf die Gläubigen ausgegossen.

Es ist, als ob dieses Wort aus der Bibel die heilsame Dimension der Familien- und Organisationsaufstellung beschreibt. So kann diese systemische Methode ganz bewusst im christlichen Sinne, d.h. lebenspraktisch im Geist der Erlösung und Befrei- ung angewandt werden. Jeder und jede gehört zu einem Fa- miliensystem mit Herkunfts- und Gegenwartsfamilie, das ein seelisches Kraftfeld mit eigener Dynamik erzeugt. Familienmit- glieder sind oft über Generationen hinweg unbewusst in Treue miteinander verbunden. Die Folgen solcher Verbindungen können als Verstrickungen zu Blockaden und Erkrankungen führen. Mit Hilfe einer Aufstellung werden solche Probleme sichtbar und in Richtung einer guten Lösung geführt. Nicht immer geht es dabei nur um das Familiensystem. Vielmehr ist das ganze Spektrum menschlicher Verhältnisse und Beziehun- gen Gegenstand der Aufstellungsarbeit.
Häufige Themen für eine Aufstellung
sind Probleme zwischen Eltern und Kindern, Beziehungs- oder Partnerschaftsprobleme, berufliche Anliegen, seelische Schwierigkeiten, psychosomatische Symptome, Identitätsfin- dung oder geistliche Fragen.
Zur Methode:
Die Person, deren Anliegen Thema ist, wählt aus der Gruppe für einzelne Familienmitglieder oder Anteile des aufzustellen- den Themas Stellvertreter aus und platziert diese nach innerer Vorstellung im Raum. Diese Stellvertreter erleben die Gefühle der Personen oder Anteile aus dem aufgestellten System und drücken Beziehung und Befindlichkeit aus. Durch seelische Prozesse entwickeln sich innere Bilder, die es ermöglichen, in gegenseitiger Achtung und Anerkennung heilsame Schritte zu gehen. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven. Ganz be- wusst agiert die Kursleitung dabei nicht direktiv, sondern gibt dem Geist Gottes und seiner lösungsbringenden Kraft Raum. Das Evangelium Jesu Christi von der Befreiung zur Fülle des Lebens spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Nachgespräch:
Das Nachgespräch dient vor allem dazu, dass jemand mit sich identisch bleibt. Das Lösungsbild der Aufstellung zeigt, wohin der Weg im Außen geht. Dieser Weg wird im Nachgespräch gefestigt und in den Alltag integriert, so dass der rote Faden im Leben erkannt wird und stabil bleibt.