Impuls der Woche

Die weiße Osterfahne der Hoffnung

von Paul Imhof

Der österliche Friede, das erste Geschenk des auferstandenen Christus, wird durch die Kriegsrhetorik und dem Krieg in der Ukraine fast übertönt.

Kriege sind nie zu gewinnen. Alle Seiten werden verlieren. Doch die Kriegsgötter und ihr ideologisches Geschrei haben Konjunktur. Unendlich viele Prinzipien werden über den Wert des Friedens gestellt. Mit Illusionen, Halbwahrheiten und Scheinwelten wird argumentiert.
Was tun? Immer und überall, wo zumindest ein bisschen Frieden möglich ist, sollte er ergriffen werden. Die Zivilbevölkerung behält das Recht, sich hinter der weißen Fahne der Kapitulation zu versammeln, ehe sie verhungert und verdurstet. Bedingungslose Kapitulation kann unter Umständen eine Form von Selbstbehauptung sein, die in Extremsituationen notwendig wird.
Die weiße Osterfahne ist das Zeichen der Hoffnung auf eine neue Erde unter einem neuen Himmel, der frei von zerstörerischen Waffen ist. Seit der Frühzeit des Christentums haben die Christen das Recht zu desertieren, wenn sie in ihrem Gewissen erkennen, dass dies ihr Beitrag zum Frieden ist, auch wenn sie die Konsequenzen dafür tragen müssen. In der Einsamkeit der Wüste, im Desert, trafen sie sich mit anderen Christen, um sich unter der österlichen Fahne Jesu Christi neu zu vergesellschaften. Gott ist ein Gott des Friedens.

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