Impuls der Woche

von Edna Li

Angst vor der eigenen Größe

Es gibt Einschränkungen, die wir uns selbst geben, die uns daran hindern Gottes Kinder zu sein. Einschränkungen, die man glatt als Bescheidenheit missverstehen könnte. Es sind Einschränkungen, die besonders Frauen betreffen, aber wie wir in der Bibel sehen werden, auch Männer befallen können. Es ist die „Angst vor der eigenen Größe“. Marianne Williamson sagt „unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir nicht ausreichen, unsere tiefste Angst ist es, zu stark zu sein. Unermeßlich stark. Es ist unser Licht und nicht unsere Dunkelheit, die uns ängstigt.“ Aber warum haben wir so große Angst davor, unsere eigene Größe zu leben? Es ist doch auch gleichzeitig die größte Sehnsucht jedes Menschen, sein volles Potenzial zu leben?

Als Gott Mose zuerst begegnet, kommt es zu folgendem Gespräch. Gott sagt in 2. Mose 3, 10: „Nun aber geh hin, ich will Dich zum Pharao senden, damit Du mein Volk, die Söhne Israel, aus Ägypten hinausführst! Mose aber antwortete Gott. „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israels aus Ägypten herausführen sollte?“ Da sprach Gott: „Ich werde ja mit Dir sein.“ Ein bisschen später in 2. Mose 4 versucht Mose nochmals: „und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören, sondern sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen!“ Daraufhin gibt Gott Mose die Kraft, Zeichen zu wirken. Und in 2. Mose 4, 10 sagt Mose sogar: „Ach Herr, ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem Du mit Deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist mein Mund und unbeholfen meine Zunge.“ Da wird Gott ärgerlich mit ihm und sagt: „Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der Herr?“
Ähnlich läuft es bei den meisten Propheten, z.B. auch bei Jeremia. So in Jeremia 1, 4/5: „Und das Wort des Herrn geschah zu mir so: Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich Dich erkannt, und ehe Du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich Dich geheiligt; zum Propheten für die Nationen habe ich dich eingesetzt. Da sagte ich: „Ach Herr, HERR! Siehe, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin zu jung. Der HERR aber sprach zu mir: Sage nicht, ich bin zu jung. Denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst Du reden. Fürchte Dich nicht vor ihnen! Denn ich bin mit dir..“
Aus diesen Berichten sprechen viele Ängste: die Angst als größenwahnsinnig oder arrogant eingestuft zu werden, die Angst zu sichtbar zu sein, aufzufallen, die Angst vor Neid und Ablehnung, die Angst vor der Verantwortung, die Angst sich zu blamieren, die Angst, jemanden zu verlieren, wenn man sich mal aufrecht hinstellt und einfach der oder die ist, die man ist und die Angst nicht gut genug zu sein. Bei Frauen gibt es auch die Angst, als erfolgreiche Frau keinen Mann zu finden. Die Antwort auf alle diese Fragen ist immer nur eine:

Lukas im 3. Kapitel (21-22): „Du bist mein geliebter Sohn, an Dir habe ich Wohlgefallen.“

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