Impuls der Woche

von Edna Li

Wüste

Nachdem Jesus getauft worden war, hat er auch gefastet. 40 Tage in der Wüste. Heutzutage fasten wir in der Fastenzeit 46 Tage. Das, weil man sonntags nicht fasten kann, denn sonntags ist ja Ostern. Hä? Dafür gibt es freitags Fisch. Denn da ist ja Fastenzeit. Versteht ihr das? Das Kirchenjahr wiederholt jedes Jahr die Feste und beschreibt damit das Leben Christi. Aber die Kirchen-Woche eben auch. Danach ist dann freitags Karfreitag -deshalb Fisch- und sonntags Ostern. Aber manchmal kommen sich die verschiedenen Zyklen, also der Jahreszyklus und der Wochenzyklus, ins Gehege, also musste die Zeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag auf 46 Tage verlängert werden. Weil ja sonst sonntags nicht Ostern sein kann. Das ist es aber.

Zurück zur Wüste: was hat Jesus denn in der Wüste gewollt? Nix. Er wollte da gar nicht hin. Das war keine freiwillige Askese, sondern sozusagen die notwendige Folge aus der Taufe, so wie auf Karfrei-tag eben Ostern folgt und dann wieder Karfreitag. Denn nach den Hoch-Zeiten kommen die Heraus-forderungen und die Prüfungen. Das spirituelle Le-ben verläuft in Wellenformen.

Und wie geht Jesus mit der Prüfung um? Setzt er sich in die Ecke und weint? Und verharrt? Nein, er unterhält sich mit dem Teufel und dann sagt er bei Matthäus den wichtigsten Satz, den jeder Gottsucher kennen sollte: „Geh weg Satan!“ Satan, der Schrecken und das Böse in der Welt, ist nicht unbeherrschbar. Man muss ihm nur mutig und entschieden ins Auge sehen und ihn dann wegschicken. Mit Nachdruck.

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